
Ja, auch in Zeiten, in denen es fast alles kostenlos im Internet zu lesen gibt, bin ich ein Fan von gedruckten Büchern. Die PHP5-Referenz steht im Regal neben der MySQL-Einführung und das Symfony-Framework habe ich mir auch zuerst in Printform angeschaut. Ich liebe es einfach, wenn ich während dem Programmieren noch mal eben nachschlagen kann, mit welchen Parametern die eine oder andere Funktion aufgerufen wird oder mache mir kleine Markierungen mit Klebezetteln, falls ich meine, dass ich in einer ruhigen Minute das eine oder andere nochmal anschauen sollte.
Diesmal hat es mir ein Buch aus einer etwas anderen Richtung angetan: dem Webdesign – überlasse ich das doch meist meinen Kollegen.
Der Titel klingt nicht gerade nach dem Typ “Fachbuch”, dass ich gerne lese. Trotzdem habe ich mich beim durchblättern dazu entschieden, das 150-seitige, reich bebilderte Buch mitzunehmen.
Die richtige Entscheidung, wie sich inzwischen heraus gestellt hat. Elliot Jay Stocks hat eine sehr schöne Zusammenstellungen aller wichtigen Punkte für gutes, begeisterndes Webdesign geschrieben. Sicher kann man das meiste davon auch irgendwo kostenlos im Internetnet finden, man wird aber sicher die Begeisterung für den Mehraufwand für “Perfektion” vermissen, die der Autor zu vermitteln versucht.
Die Einzelnen Schritte vom ersten Kundengespräch bis zur Realisierung sind anhand eines fiktiven Auftrags durchgespielt. Sehr ausführlich geht er auf die oftmals vernachlässigte Strukturierung von neuen Projekten ein und widmet der Sitemap und Wireframes ein ganzes Kapitel.

Ich kann jedem, der sich mit Webdesign beschäftigt nur empfehlen, sich dieses Buch ins Regal zu stellen, um es von Zeit zu Zeit heraus zu holen und sich begeistern zu lassen!
Kleines Manko: Man merkt der deutschen Übersetzung an, dass sie sich sehr oft direkt an das Englische anlehnt. Wer also kann, sollte sich das Buch in Orginalsprache zulegen.
