Was eine Website kosten darf.

Joscha Krug
18. Juli 2009
11:52 Uhr

Klar, eine der häufigsten Fragen, die wir gestellt bekommen ist die nach dem Preis. Diese beantworten wir auch gerne, nur wenn es die erste Frage ist, wird es ein wenig schwierig.

Ein Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie kommen zu einem Autohaus, das mehrere Marken und von jeder Marke unterschiedliche Modelle vertreibt. Und wie das so ist, gibt es die Modelle auch noch in Ihrer Wunschfarbe.

Sie laufen also die ersten Schritte in das Autohaus, sehen ein paar tolle Autos und fragen dann den Verkäufer: “Was kostet denn ein Auto?”.

Ersetzen wir die Marken durch Klassen (Webvisitenkarte, mehrere Seiten, Seiten zum selber pflegen, komplexe Portale, Onlineshops,…), dann gibt es für jede dieser Klassen Ausbaustufen.

Statische Seiten

Bei Webvisitenkarten ist das noch recht überschaulich – mit Kontaktformular oder ohne. Bei einer statischen Internetseite, also einer Seite die fest programmiert ist, kann das schon ganz anders aussehen. Aus wievielen Seiten soll die Internetpräsentation bestehen? Welche Bilder werden auf der Website präsentiert? Wer schreibt die Texte?

Dynamische Seiten

Die meisten Webseiten, die wir erstellen, fallen in die Klasse der “dynamischen Seiten”: Internetpräsentationen, die Sie selber pflegen können, ohne über die Programmierung nachdenken zu müssen.

Dazu bieten wir verschiedene Systeme an. Einmal das günstige Einsteigersystem “CMSlight”, einfache CMS wie “phpwcms” oder “Tycoon” und, für größere Internetpräsentationen, das bekannte Profi-CMS “TYPO3″.

Wenn Sie ein Internet-Portal planen, bei dem Sie die Besucher sehr aktiv einbinden möchten, können wir Ihnen zum Beispiel eine Lösung mit “Drupal” anbieten.

Sie sehen, dass bei der Wahl des richtigen CMS für Ihre Website viele unterschiedliche Aspekte berücksichtigt werden müssen, um dann eine Lösung zu finden, mit der Sie für die kommende Zeit bestens gerüstet sind.

Webdesign

Was wir noch gar nicht berücksichtigt haben, ist die Tatsache, dass jede der oben genannten Lösungen am Ende so aussieht, wie Sie es sich für Ihre Website wünschen.

Die Antwort auf die Frage “Was kostet eine Website?” ist so pauschal also nicht zu beantworten.

Die erste Frage sollte vielmehr sein: “Ich würde gerne folgendes Projekt realisieren. Welches System würden Sie mir für eine solche Website empfehlen?”

Auf dieser Basis können wir von marmalade.de Ihnen gerne ein unverbindliches und auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot erstellen, dem Sie genau entnehmen können, welche Leistung wieviel kostet — zum Beispiel der Posten “Webdesign”.

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Kommentare & Trackbacks

Daniel
24. Oktober 2009
09:39 Uhr

Hallo,
dies ist eine sehr gute Erklärung, besonders auch die Unterscheidung von den statischen und dynamischen Seiten.
Wir haben das Problem so gelöst, dass wir einen Online-Kalkulator entwickelt haben, der genau diesen Anforderungen gerecht wird und mit dem der Aufwand für eine Website online kalkuliert werden kann:
http://www.was-kostet-eine-website.ch.
Herzliche Grüsse
Daniel

Joscha Krug
26. Oktober 2009
19:40 Uhr

Hallo Daniel,

ich habe heute natürlich gleich einmal den Kalkulator unter die Lupe genommen.

Viele der Ansätze sind wirkich gut. Ich frage mich nur, ob die Antworten auf die Fragen tatsächlich von einem Kunden richtig beantwortet werden können.

Wie lange gibt es den Kalkulator denn schon? Wie sind die Reaktionen darauf?

Gruß Joscha

Joscha Krug
1. Dezember 2009
15:06 Uhr

Schade! Leider wollte Daniel wohl auch nur Links sammeln und nicht wirklich eine Diskussion starten (Naja, dazu gibts ja nofollow.).

Dabei ist das Thema doch wirklich interessant. Mich würde auch mal die Kundensicht interessieren.

Was ist Ihnen einen Website wert? Wieviel sind Sie bereit dafür zu investieren?

Daniel
3. Dezember 2009
07:36 Uhr

Hallo Joschka,
sorry, dass ich erst jetzt antworte. Hatte vergessen, die followup comments zu aktivieren :-( .
Also der Kalkulator ist jetzt gut 2 Monate online und neben den typischen Spass-Kalkulationen (vermutlich von Konkurrenten) kommt er sehr gut an. Die Fragen werden von den meisten Interessenten gut verstanden und korrekt beantwortet – zumindest ergibt sich das bei denjenigen, die anschliessend mit uns darüber sprechen.
Trotzdem wollen wir ihn noch etwas klarer und einfacher machen – daran arbeiten wir gerade und sind vermutlich in 14 Tagen soweit.
Herzliche Grüsse
Daniel

Daniel
3. Dezember 2009
10:43 Uhr

Noch ein kleiner Nachtrag zu den Erfahrungen, die wir gemacht haben: Wir bieten ja an, dass der Kunde selbständig entscheiden darf, wieviel er für den Zeitaufwand bezahlt; abhängig von seiner Zufriedenheit. Dies ist ein Angebot, mit welchem viele Schwierigkeiten haben. (Warum wir das genau tun, erklären wir auf http://www.wir-meinen-es-ernst.ch). Wir haben aber bis jetzt immer noch nicht die Hauptgründe dafür herausgefunden. Ist eventuell darin zu suchen, dass man es in unseren Breitengraden nicht gewohnt ist, erfolgs- und leistungsorientiert zu bezahlen?
Viele Grüsse
Daniel

Joscha Krug
4. Dezember 2009
01:27 Uhr

Hallo Daniel,

vorne weg eine kleine Korrektur: Mich schreibt man ohne “k”… ist aber nicht weiter schlimm. Passiert doch einigen. :-)

Eine der Spaß-Kalkulationen war natürlich von mir (sollte anhand der E-Mailadresse eigentlich klar sein). Ich war natürlich neugierig, wie ihr mit der Aufgabenstellung umgeht. Leider ist das PDF nie angezeigt worden. Also nicht wundern, ich versuche es sicher nochmal. Versteht es einfach als Anerkennung.

Euer Bezahlungsmodell ist für mich persönlich auch schwierig. Ich denke, einen Preis zu machen und dafür zu bezahlen beziehungsweise die vereinbarte Leistung zu bringen sollte unter Partnern selbstverständlich sein. Warum sollte ich im Anschluss an ein Projekt weniger bezahlen als vereinbart? Wenn die Leistung nicht erbracht wurde muss nachgebssert werden.

Was will ich mit einer Website die nicht funktioniert? Wenn ich dafür “nur” 500,- Euro bezahle, habe ich diese Summe in den Sand gesetzt. Bezahle ich 1.000,- Euro für eine Website die die vereinbarte Leistung bringt werde ich damit erfolgreich sein und dieses Geld auch zügig wieder erwirtschaften.

Wer versucht über den Preis zu kaufen oder verkaufen wird auf Dauer nicht erfolgreich sein können. Ich denke da sind wir einer Meinung. Oder wie siehst du das?

Gruß Joscha

Daniel
4. Dezember 2009
06:25 Uhr

Hallo Joscha,

erst einmal sorry wegen dem k…

Was die Preisfindung betrifft, so gebe ich Dir recht: wenn die Website nicht funktioniert, dann muss nachgebessert werden. Aber so etwas passiert ja nie – schliesslich gibt es die Testphase ;-)

Übrigens: alle Kunden mit denen wir über dieses Modell abgerechnet haben, waren sehr zufrieden. Aber es ist ja auch nicht so, dass im Anschluss an das Projekt weniger bezahlt werden soll, als vereinbart. Es wurde vereinbart, was der Kunde zahlen soll, abhängig vom Grad seiner Zufriedenheit. Das kann er selbst bestimmen.

Was die Kalkulation betrifft, die Du nicht erhalten hast: ich schau nachher mal nach, warum Du wohl die Email nicht erhalten hast.

Es stimmt – nur über den Preis zu verkaufen funktioniert auf Dauer nicht. Deswegen nehmen wir auch Aufträge, die nicht in Relation zum Preis stehen, grundsätzlich nicht an. Professionelle Arbeit muss professionell bezahlt werden.

Herzliche Grüsse

Daniel

PS: wie berechnest Du den Preis für ein Projekt? (Kannst es mir ja auch per Email schreiben ;-) )

Joscha Krug
5. Dezember 2009
19:04 Uhr

Naja, das NIE würde ich so absolut nicht stehen lassen. ;-) Wir haben nicht nur einen Kunden, der zwar ein tolles Design und ein gutes System für seine Website hat, aber die Seite trotzdem nicht aktuell hält. Aber das ist vielleicht Thema eines neuen Posts.

Die Kalkulation habe ich erhalten. Ich weiß nicht, wo die bei mir geblieben ist. Naja, jetzt habe ich Sie ja. Aber gut, die Kalkulation gibt eine Stundenanzahl aus. Das ist zwar immer die Grundlage für eine Berechnung. Die Besucher des Kalkulators erwarten aber sicher einen Eurobetrag. Also etwas in Richtung: Wir benötigen etwa 27 Stunden (kam bei mir heraus) und berchnen (je nach Zufriedenheit) 35,- bis 85,- Euro / Stunde. Das macht einen Gesamtpreis von 945,- und 2295,- Euro netto. Das ist nicht unbedingt einen genaue Kalkulation. Oder?

Wie geht Ihr mit Zeit um, die für Beratung und Konzeption nötig ist? Diese Zeit lässt sich ja kaum in einem Kalkulator abbilden.

Bleibt noch die Frage, wie wir das bisher lösen:
Wenn wir eine Anfrage bekommen, sprechen wir erst einmal ausführlich mit dem Kunden und stecken einen Rahmen ab. Welcher Umfang ist sinnvoll? Wo soll es mit der Website hingehen? Was sind die Ziele der Internetpräsentation? Welche begleitenden Leistungen sind nötig? Welches Budget ist dafür vorgesehen?

Anhand dieser Zahlen können wir ganz gut einschätzen, weiviel Arbeit wir in diess Projekt stecken müssen um zu einem vernünftigen Preis die definierten Ziele zu erreichen. Und genau dafür erstellen wir ein individuelles Angebot. Im Idealfall lässt sich das Projekt in verschiedene Phasen einteilen. Dann kann mit einem kleineren Budget gestartet werden und sukzessiv die Website erweitert werden. Das Reduziert zum einen die Einstiegstkosten, aber vor allem findet auch der wiederkehrende Besucher immer wieder neue Funktionen.

Einen schönen Adventssonntag.

Rudolf Boesiger
2. Mai 2010
16:21 Uhr

Sehe zwar, dass die Diskussion schon eine Weile her ist, trotzdem möchte ich diesem Thema unsere Erhebung über Website Ausgaben im deutschsprachigen Raum anhängen, die unter www.webkalkulator.com publiziert sind.

Joscha Krug
3. Mai 2010
12:11 Uhr

Trotzdem ist die Diskussion natürlich noch genauso aktuell!
Die Preise, die laut Kalkulator im unteren Segment abgerufen werden, erscheinen mir jedoch “etwas über das Ziel hinaus geschossen zu sein”.

2.800,- Euro für die Website einer Person ist doch eine Stange Geld, die man für eine reine Präsenz so sicher nicht benötigt.

Rudolf Boesiger
3. Mai 2010
13:37 Uhr

Vielen Dank für die Rückmeldung. Das erwähnte Budget von 2800 Euro betrifft Personen und kleine Einzelfirmen mit einem Umsatz bis zu 100’000 Euro. Und die geben – sofern sie sich an eine kleine Agentur wenden – durchschnittlich 2800 Euro für Ihre Website aus. Je nach Branche und geografischer Herkunft differieren die Ausgaben allerdings. Die Berechnung basiert auf bisher 200 erfassten Projekten. Das statistisch berechnete Budget wird sich also noch etwas einpendeln bis wir genügend Projekte zur Grundlage haben.

Der (scheinbar) hohe Budgetwert (im Vergleich zu den im Web manchmal irrwitzig tiefen Preisen) macht Sinn. Aus Agentursicht (die ihre Löhne zahlen müssen) und aus Kundensicht (die eine professionelle und individuelle Dienstleistung suchen): Eine Website in diesem Segment ist nicht unter 20 Stunden machbar und durchschnittlich werden 30-40 verrechenbare Stunden dafür gebraucht. Und wenn Freischaffende 50 Euro die Stunde verlangen, verrechnen Agenturen 80 Euro. 35 Stunden x 80 Euro = 2800 Euro.

Daniel
3. Mai 2010
15:03 Uhr

Hallo Joscha (wieder einmal – ist lange her :-) ) und hallo Rudolf,
die Schnellbewertung finde ich persönlich sehr ungenau, da sie gar nicht auf den Umfang und die Bedürfnisse eingeht. Darum kann meiner Meinung nach keine Aussage darüber getroffen werden, ob 2800 Euro zu viel, zu wenig oder gerade angemessen ist.
@ Rudolf: schau doch mal unter http://www.was-kostet-eine-website.ch, wie man dieses Problem lösen könnten :-)
@ Joscha: falls Du mal die neue, überarbeitete Kalkulation anschaust, dann findest Du inzwischen auch drei unterschiedliche Preismodelle:
a) wie bisher: Selbstbestimmung durch den Kunden
b) ein Angebot in Euro oder Schweizer Franken
c) eine Teilzahlungsmöglichkeit
Beste Grüsse aus der Schweiz
Daniel

Rudolf Boesiger
3. Mai 2010
15:20 Uhr

Die 2800 Euro sind ein Durchschnittswert für Web-Budgets, sie sagen nichts darüber aus, wieviel eine spezifische Website kostet.

Joscha Krug
3. Mai 2010
15:43 Uhr

Ja, das ist schon klar, trotzdem steht auf der ersten Seite natürlich die Tablle recht zentral und sind desswegen die Preise, die einem direkt ins Auge fallen.

Die Diskussion HIER dreht sich nunmal darum, was eine Website kosten darf und vielleicht muss. Und da sind 2.800 Euro eben eine Stange Geld. Aber hat sich der Titel in der Tabelle eben geändert in “Einzelfirmen”?

Rudolf Boesiger
3. Mai 2010
16:06 Uhr

Besten Dank für den Hinweis. Ich werde die Anregungen weitergeben, damit keine Missverständnisse aufkommen.

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